Vegan essen: Gesund oder zu einseitig?

Viele Menschen setzen auf die vegane Ernährung, ohne dass auf die Risiken geachtet wird. Auf tierische Lebensmittel wie Eier, Milch, Fisch oder Fleisch wird dabei verzichtet. Die Menschen wären gerne jünger, gesünder, schöner und auch schlanker. Viele Internetseiten und Kochbücher preisen die vegane Ernährung damit als Gesundheits-Hit an. Eine Studie der Techniker Krankenkasse zeigt, dass in Deutschland etwa 1 Prozent auf alle tierischen Lebensmittel verzichtet und etwa 2 Prozent verzichten konsequent auf Fleisch. Immer mehr Verbraucher versuchen allerdings, ohne Milchprodukte und Wurst auszukommen. Auch wenn vegetarisch und vegan im Trend liegen, so ist dies nicht unbedingt besser für den Körper.

Die Vitamine und Ballaststoffe sind zu beachten

Vegetarier sind tatsächlich oftmals gesünder und dies zeigen viele wissenschaftliche Studien. Ist die Ernährung ohne Fleisch, gibt es geringere Blutzucker-, Blutdruck und Blutfettwerte. Das Diabetes-Risiko ist auch geringer und die Menschen wiegen weniger. Zudem leiden die Vegetarier auch seltener an bösartigen Tumoren und an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Nicht alleine auf die Ernährung können die Unterschiede allerdings zurückgeführt werden. Die Veganer und Vegetarier sind meist besser ausgebildet, sie bewegen sich mehr, trinken seltener Alkohol und rauchen weniger. Insgesamt wird daher mehr auf die Gesundheit geachtet. Mit der Zufuhr der Ballaststoffe können Veganer und Vegetarier auch mit gewissen sekundären Pflanzenstoffen, Mineralstoffen und Vitaminen punkten. Die Ernährung weist meist das günstigere Fettsäuremuster auf und ist mit der niedrigeren Energieaufnahme verbunden. Durch weniger gesättigte Fettsäuren und mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind die Menschen besser vor den Herzkrankheiten geschützt.

Ein kompletter Verzicht ist dennoch nicht zu empfehlen

Einige offizielle Stellen wie die DGE raten allerdings noch immer dazu, dass auch etwas Fleisch, Milchprodukte und Eier gegessen werden. Der Fleischverzicht kann von Vegetariern noch relativ einfach kompensiert werden, doch die Veganer gefährden die Gesundheit, wenn die Ernährung nicht gut geplant wird. Die Veganer riskieren, dass zu wenig Mineralstoffe, Vitamine, Omega-3-Fettsäuren und Eiweiß eingenommen werden. Der Bedarf kann zwar über die pflanzlichen Lebensmittel abgedeckt werden, doch Vitamin B12 kann als Nährstoff nicht einfach ersetzt werden. Vitamin B12 wird fast nur bei den tierischen Lebensmitteln gefunden. Werden diese nicht gegessen, dann liegt ein Mangel vor. Verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen stellten fest, dass 87 Prozent der Veganer und 32 Prozent der Vegetarier betroffen sind.

Was geschieht bei einem Mangel?

Rechtzeitig sollte jeder der Unterversorgung gegensteuern, damit es nicht zu Nervenschäden und Störungen der Blutbildung kommt. Vitamin B12 wird in der Leber in größerer Menge gespeichert und deshalb können sich körperliche Symptome oftmals erst nach Jahren ohne Milch, Fleisch und Ei zeigen. Die ersten Anzeichen sind Verdauungsprobleme, Müdigkeit, Blässe sowie das Kribbeln in den Füßen und Händen. Veganer sollten vorbeugen und angereicherte Lebensmittel essen. Mit dazu gehören Fruchtsäfte, Margarinen und spezielle Müslis. Auch die dauerhafte Einnahme von einem Vitmain-B12 Präparat ist möglich. Jeder Veganer sollte die Versorgung einmal pro Jahr von dem Hausarzt prüfen lassen. Nur bei Verdacht auf eine Erkrankung wird der Bluttest jedoch von der Kasse bezahlt. Wem als Vegetarier übrigens der Geschmack von Wurst und Fleisch fehlt, der findet einige Ersatzprodukte. Ohne Fleisch gibt es bereits Aufschnitt, Leberwurst und auch Schnitzel. Auch der Ersatz wirbt mit dem natürlichen und gesunden Image, was nicht erfüllt wird. Viele der Produkte enthalten einen übermäßigen Anteil an Fett, Zucker und Salz. Auch Aromen, Verdickungsmittel sowie Farb- und Koservierungsstoffe werden darin gefunden.

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